«Der Alltag des Löwen»

Privates Filmschaffen ans Licht geholt

Der Löwe auf der lang ersehnten Safari durch die afrikanische Savanne … Pompöse Denkmäler und Statuen von Städtereisen in Europa … Der 80. Geburtstag von Grossmutter Frieda … Private Filmaufnahmen dokumentieren Alltag und Lebensweisen von Luzerner*innen vergangener Epochen. Mit diesem intimen Blick auf Familienfeste, Reisen, öffentliche Ansprachen und wichtige lokale Ereignisse zeigen Amateurfilme Momentaufnahmen, die Geschichtsbücher, Spielfilme und professionelle Dokumentationen über vergangene Zeiten nicht herstellen können.

14.00 Uhr «Die dunkle Seite» - Schleifenfilm

Im Rahmen dieser partizipativen Veranstaltung zeigt Lichtspiel Bern erstmals eine eigens für L21 zusammengestellte Filminstallation, die das Leitmotiv der Ausstellung – «Die dunkle Seite» – aufgreift und Erinnerungen als trügerisch enttarnt. Denn die Vergangenheit erscheint nicht selten als Projektion des Exotischen, Schönen und Speziellen. In die Kamera wurde immer gelächelt und so manches für die wenigen Filmminuten ins rechte Licht gerückt. Lichtspiel Bern bringt mit der Installation «Die dunkle Seite» den Touristischen Blick ans Licht, bei dem lebendige Löwen zu Denkmälern werden …

 

14.00 - 17.00 Uhr «Der Alltag des Löwen» - privates Filmschaffen ans Licht geholt

Amateurfilme sind Teil einer aktiven Erinnerungskultur. Um diese Erinnerungen wieder zu erwecken und sie zu erhalten holt die Lichtspiel / Kinemathek in Bern diese Filme aus dem Schatten der Vergessenheit wieder ans Licht: Was haben Ihre Eltern gefilmt? Welchem Ereignis wurde durch das filmische Schaffen Ihrer Grosseltern ein Denkmal gesetzt? Was hielten Sie mit Ihrer Super8-Kamera fest, um die Erinnerung daran wach zu halten? Holen Sie Ihre Super8-, Normal 8-, 9.5mm- oder 16mm-Filme vom Dachboden und aus den Schränken. Lassen Sie sich zu konservatorischen Massnahmen beraten. Zeigen und erzählen Sie anderen, an was Sie sich gerne oder auch weniger gerne erinnern …

14.00 bis ca. 15.30 Uhr Luzerner*innen bringen ihren Film (1 Film pro Person). Das Lichtspiel macht eine konservatorische Analyse und berät zu Aufbewahrungen und Sicherung des Films. Es besteht zudem die Möglichkeit den Film mit geeigneten Geräten zu sichten.

Ab 16.00 Uhr Filmprogramm mit Filmen aus dem Lichtspiel-Archiv und Filmen, die Luzerner*innen mitgebracht haben.

Die Kinemathek Lichtspiel

Der Verein Lichtspiel / Kinemathek besteht seit dem Jahr 2000 und hat seinen Zweck in der Erhaltung, Erweiterung und Zugänglichmachung einer einzigartigen Sammlung an kinematographischen Material. Zu diesem Material zählen Gerätschaften zur Projektion und Bearbeitung von Film, Film selbst – die hauseigene Sammlung umfasst an die 25’000 Filme – und weitere film- oder kinozugehörige Bestände (Poster, Literatur, Werbematerial u.ä.). Das Lichtspiel kümmert sich um die Vermittlung von Kino- und Filmwissen, ermöglicht einen niederschwelligen und inklusiven Zugang zur Film- und Kinokultur und funktioniert als Kompetenzzentrum generell für Fragen zum Thema. Zahlreiche Angebote und Dienstleistungen werden vom Verein getragen und im Alltag der Kinemathek möglich gemacht.