«Die dunkle Seite des Löwen - The dark side of the Lion»

Ausstellung in der Kunsthalle Luzern

Das Projekt Löwendenkmal 21 der Kunsthalle Luzern steht mit der Ausstellung «Die dunkle Seite des Löwen – The dark side of the Lion» vor seinem diesjährigen Höhepunkt. Eine Schutthalde als dystopische Paraphrase des Löwendenkmals, das Söldnertum, Streetart, Privilegien, Diskriminierungen und militarisierter Naturschutz stehen im Zentrum der Kontextualisierung des Denkmals.

Vernissage, Donnerstag, 15. Oktober 2020, 18.30 - 23.00 Uhr

Finnisage, Sonntag, 13. Dezember 2020 14.00 - 17.00 Uhr

Im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung ist die Debatte um Denkmäler und ihrem Beitrag zur Erinnerungsordnung wieder aufgeflammt, denn auch sie haben zur kollektiven Verankerung herrschender Machtstrukturen und Ungleichheiten beigetragen, was mit den Folgen der Pandemie in den Gesellschaften Widerstand und Proteste auslöste.
Vor diesem Hintergrund ist «Die dunkle Seite des Löwen – The dark side of the Lion» eine engagierte Ausstellung. Die Ausstellungsfläche wird von den Künstlern Jeremias Altmann und Andreas Tanzer im Sinne einer dystopischen Paraphrase in eine Schutthalde – in die «Höhle des Löwen» – verwandelt. In und rund um dieses Bild der Verwüstung finden sich zehn weitere künstlerische Positionen, die eigens für das Projekt geschaffen wurden. Zwölf junge wie arrivierte, lokale, nationale und internationale Künstler*innen spannen ein weites Themenspektrum: Streetart, Söldnertum, Lockdown, Privilegien, Diskriminierungen, militarisierter Naturschutz, Wildtierhandel sowie der Zerstörung von Habitaten werden als Vermächtnis des Löwen künstlerisch reflektiert.

Rahmenprogramm

Die Ausstellung wird durch ein interessantes Rahmenprogramm für alle Altersgruppen begleitet: Rundgänge, Künstler*innengespräche, Diskussionen, Performances, Aktionen, Erinnerungsstücke, und auch die Bevölkerung ist eingeladen mitzutun. Mehr dazu hier.

Künstler*innen Ausstellung

«Höhle des Löwen», Jeremias Altmann & Andreas Tanzer
«la prise» [nehmen], Paul Busk
«make memories a home» | «lost in a conversation» | «manchmal sinnlos», Olga Georgieva
«J’ai des privilèges, donc je peux», Jeanne Jacob & Mirjam Ayla Zürcher
«Löwenritt», Barbara Kiener
«Ombudsmann Stencil», Christian Löffel
«Der Löwe, die Gardisten und Ich – eine Kartographie des Denkens», Deborah Luder
«The Lion’s Lockdown», Barbara Hennig Marques & Olivia Lecomte
«HOW WE MIGHT BE», Claudia Schildknecht

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